Begegnung mit neuen Nachbarn

Theaterprojekte für Daheimgebliebene und Geflüchtete

Das Theater ermöglicht Dialog und Verständigung – über kulturelle und sprachliche Barrieren hinweg. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden hier zu Akteuren, die in unterschiedlichen Formaten ihr Publikum regelmäßig in Erstaunen versetzen. Bereichernd für uns, für unsere Friedenauer Nachbarn und alle KursleiterInnen. In der Reihe „Begegnungen mit unseren neuen Nachbarn" präsentieren wir die unterschiedlichen Projektabschlüsse. Der Eintritt und die Teilnahme sind kostenfrei.

Der Einstieg in unsere laufenden Projekte ist jederzeit möglich. Wer mitmachen möchte, möge sich melden unter Tel.: 0 30 - 92 35 59 50 oder info(at)theater-morgenstern(dot)de. Wir freuen uns immer über Zuwachs!


Wartesaal AKTIV

Kunst und Theater für Frauen ab 18 Jahren

An der Bushaltestelle, beim Arzt oder in der Schlange vor dem Bürgerbüro: Beim Warten trifft man oft unverhofft auf beeindruckende Persönlichkeiten, teilt einen intensiven Moment miteinander oder hört die urkomischsten Geschichten. Im besten Fall sieht man die Welt danach mit neuen Augen.

Warte deshalb mit uns aktiv und mach eine Lebenskunst daraus. Gestalte im theater morgenstern mit Frauen aus aller Welt einen eigenen Wartesaal, häng Deinen Fahrplan fürs Leben hinein, plane Deine Zukunftsreisen und finde neue Freundinnen. Wenn Du gerne träumst, nähst, zeichnest, malst, fotografierst, mit Holz oder anderen Materialien arbeitest, Geschichten erzählst oder singst, bist Du genau richtig.Du kannst Deine Kinder mitbringen. Sie werden betreut, können spielen und basteln. Zudem kochen und essen wir immer wieder zusammen.

Start Teil 2: September 2017
Zum Herunterladen: Zeitplan (PDF)

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsähigkeit statt und wird gefördert vom Paritätischen Bildungswerk Bundesverband, Kultur macht STARK - Bündnisse für Bildung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.


Kaiser, Kommunisten, Zukunftsforscher

Eine theatrale Forschungsreise in das Gedächtnis des Rathauses Friedenau

Das Rathaus Friedenau wird 100 Jahre! Grund genug sich mal genauer mit dem alten Kasten zu beschäftigen, schließlich hat dieser so einiges erlebt: das Ende der Kaiserzeit zum Beispiel, den ersten Weltkrieg, das Geräusch der Pferdekutschen und den Bau der ersten Straßenbahn. Es war Haus der Bürger*innen, hat gefeiert, getanzt, Theater gespielt und Wein getrunken. Es war Zeugin der Nazizeit und wurde schwer verletzt. Als reines Verwaltungsgebäude verbrachte es die Jahre danach eher schlicht, während das Leben draußen wieder bunter wurde: es sah die legendäre Kommune 1 in die unmittelbare Nachbarschaft ziehen, berühmte Künstler*innen vorbeispazieren, hörte aus der Ferne den Fall der Berliner Mauer und bangte um die eigene Zukunft. Seit 2016 bietet es rund 400 Geflüchteten ein temporäres Zuhause.

Wir begeben uns auf eine theatrale Abenteuerreise, tauchen ein in das Gedächtnis des alten Rathauses, werfen einen Blick auf seine Zukunft und stellen die Frage welche Rolle es für das gesellschaftliche Zusammenleben in 100 Jahren spielen kann? Die erfundenen Geschichten, Szenen, Figuren und Ereignisse zeigen wir in einer Aufführung.

Das Projekt wird gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung Tempelhof-Schöneberg.

Start: 16. Dezember (Samstag)
Weitere Proben: 22., 23., 27.-30. Dezember
Zeit: immer von 11 bis 17 Uhr
Leitung: Selim Çinar