Reineke Fuchs

von Johann Wolfgang von Goethe

theater morgenstern, Reineke Fuchs, Goethe, Rathaus Friedenau, Schlesiensaal
Der Zweikampf soll entscheiden, wer die Wahrheit spricht
Reineke zieht zum wiederholten Mal den Kopf aus der Schlinge

Auf nach Malepartus! Deine Stunde, Dieb, ist gekommen.

Wenn es nach ihm gehen würde, hätte der Wolf den Fuchs schon längst gehängt. Allein der Löwe kann sich zum Handeln nicht entschließen. Großmütig hört er sich auf dem einberufenen Hoftag die Klagen der Tiere über Reinekes Heimtücke an, fühlt demontrativ mit, verspricht Abhilfe und - tut nichts. Reineke dagegen nutzt die Unentschlossenheit des Königs schamlos aus. Die Schwächen der Tiere glasklar durchschauend, hintergeht er eins nach dem anderen eiskalt. Den Löwen wickelt er mit einer Lügengeschichte über einen verborgenen Schatz um den Finger.
Schließlich soll ein Zweikampf zwischen Wolf und Fuchs die Wahrheit ans Licht bringen. Doch der kräftemäßig unterlegene Fuchs kämpft mit hinterlistiger Tücke und feiert schließlich einen schauerlichen Triumph.

Natürlich handelt die Fabel von Reineke Fuchs in unserer Inszenierung vom Menschen. Den gedankenlos handelnden Wolf, den bis zur Handlungsunfähigkeit gefühlsseligen Löwen und den gefühlskalt denkenden Fuchs können wir durchaus in unserem Seelenleben wieder finden. Was passiert, wenn die drei Kräfte sich vereinzeln statt sich gegenseitig ergänzend zusammen zu arbeiten, erzählt uns auf humorvolle und auch drastische Weise "Reineke Fuchs".

[ab 10 Jahre ]

Schauspiel: Selim Çinar | Alex Schmidt | N.N. | Regie: Daniel Koch | Cello: Radu Nagy nach Motiven von Belà Bartòk | Regieassistenz: Verena Friedel | Bühnenbild: Marion Fresis | Kostüme: Katrin Bischof | Licht: Matthias Henkel

vorerst keine Vorstellungen geplant