Selbstverständnis THEATER MORGENSTERN

THEATER MORGENSTERN ist ein Team von 3 - 4 SchauspielerInnen und einem Regisseur. Die Gruppe entwickelt gemeinsam den Spielplan einer Spielzeit sowie Inhalt, Ästhetik und Spiel von Neuproduktionen. Neue Stücke werden über die gemeinsame Improvisation erarbeitet, Szenen werden gemeinsam entwickelt und über die gemeinsame Reflexion der entstandenen Szenen und Figuren zu einem Endergebnis gebracht. Die SchauspielerInnen sind in der Entwicklung der Figuren frei, die Charaktere ergeben sich aus dem täglichen Dialog und den szenischen Improvisationen des Ensembles. 

Wir distanzieren uns explizit vom klassischen Regietheater und verstehen uns als einen lebendigen Organismus, in welchem jede und jeder gleichberechtigt zur Mitwirkung aufgefordert ist.

Je nach Bedarf arbeitet die Gruppe mit MusikerInnen zusammen, welche sich dem Kollektivgedanken anschließen und die Musik einer Inszenierung mit dem Ensemble zusammen entwickeln. Die MusikerInnen begleiten die Theaterproben über einen gewissen Zeitraum und begeben sich mit in den Improvisationsprozess.

Ebenso arbeitet das Ensemble temporär und nach Bedarf mit einer Kostümbildnerin zusammen und beauftragt BühnenausstatterInnen.

Auch die Theatervorstellungen werden gemeinsam gestaltet, was sich darin äußert, dass das gesamte Ensemble dem Publikum im Anschluss an die Aufführungen dem Publikum Rede und Antwort steht.

Inzwischen löst sich die Gruppe, die in verschiedenen Konstellationen z.T. schon über 20 Jahre zusammen arbeitet, von fertigen Geschichten oder Dramen als Vorlage für Neuproduktionen und erarbeitet gemeinsam aufgrund eines Themas eigene Stücke, so z.B. „Laboratorium zum großen Glück“ (2017) oder „Alles Super!“ (2016).

 

Dirk Mayer

In großer Betroffenheit und Trauer möchten wir mitteilen, dass unser lieber Freund und Schauspieler Dirk Mayer im Alter von 34 Jahren am 3. Februar 2011 infolge einer schweren Krankheit durch die Pforte des Todes gegangen ist.
Wir danken Dirk aus ganzer Seele für seine Treue und seinen inspirierenden Einsatz für das Theater. Er hat die künstlerische Entwicklung des Ensembles maßgeblich mitgeprägt.

Unsere Gedanken begleiten ihn über die Pforte des Todes hinaus und bleiben ihm in Dankbarkeit und Liebe verbunden.